Die Yasuní ITT Initiative des Landes Ecuadors – ein Vorschlag Ecuadors an die Weltgemeinschaft

Bei dem Yasuní-ITT Projekt geht es um ein Projekt, in dessen Rahmen internationale Geldgeber Ecuador für die Nichtförderung von Erdöl im Nationalpark Yasuní entschädigen sollen.

Ecuadors Präsident, Rafael Correa (Bild rechts), machte das Vorhaben auf der UN-Vollversammlung 2007 der Weltöffentlichkeit bekannt und schlug vor, auf die Förderung von geschätzten 846 Millionen Barrel Öl (welche 20 Prozent der gesamten Ölvorräte Ecuadors ausmachen) aus den ITT Ölfeldern des Yasuní Nationalparks zu verzichten. Als Gegenleistung fordert Ecuador die Hälfte des erwarteten Erlöses, der sich auf 7,2 Milliarden Dollar beläuft. Die Gesamtmenge der in ca. 13 Jahren geförderten Menge von 846 Millionen Barrel Öl deckt den Verbrauch der ganzen Welt für ungefähr 10 Tage.
Das im Zuge der Initiative zu schützende Gebiet beherbergt drei Ölförderblöcke: Ishpingo, Tambococha und Tiputini, die ihm den Namen ITT geben. Im Vergleich zu der Fläche von 9820 Quadratkilometern des gesamten Yasuní mutet der ITT Bereich mit seinen 1795 Quadratkilometern nur als ein kleines Teilstück an, das von der Brandschatzung rings herum bewahrt würde. Es geht jedoch um weit mehr als den Schutz dieses einzigartigen Fleckens Regenwald. Gerade weil weite Teile der Amazonaslandschaft, vor allem auf peruanischer Seite, der Ölindustrie geopfert werden, steht die ITT Yasuní Initiative für eine Umkehr im aktuellen Wirtschaftsgebaren, dafür, dass die Welt auch anders kann als ihre schönsten und wertvollsten Landschaften zu zerstören.
Die UNO hat deshalb einen internationalen Treuhandfonds eingerichtet, auf den die Weltgemeinschaft Geld einzahlen kann, um den Vorschlag Ecuadors in die Tat umzusetzen. Einige Länder haben in diesen Fonds auch schon eingezahlt; Deutschland bislang nicht, denn trotz eines Bundestagsbeschlusses vom 25.06.2008 hat das Entwicklungsministerium im Herbst 2010 Ecuador gegenüber Ablehnung signalisiert. Dies hat die Situation zuspitzen lassen, denn viele Länder schauen auf Deutschland, bevor sie selber aktiv Geld in den UNO Fonds einzahlen. Deshalb ist jetzt Eile geboten, um Zeichen für eine weltweite Wende zu setzen! Die Zivilgesellschaft Ecuadors, die indigenen Völker, die Bürgerinnen und Bürger des Landes, die Naturschutz- und Menschenrechtsorganisationen bitten die Weltgemeinschaft um Unterstützung, dem Vorschlag ihres Präsidenten Correa zu folgen! Laut Angaben der UNDP (UNO Entwicklungsprogramm) unterstützen 78 Prozent der Bürger Ecuadors die Yasuní ITT Initiative!
Die UN-Generalversammlung am 23.09.2011 kann zu einem bedeutenden Moment für die Yasuní-Initiative werden, weil der UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon Yasuní in einem Sonderpunkt behandeln will. Eine positive deutsche Beteiligung an dieser Konferenz ist äußerst wichtig!
Deshalb rufen wir dazu auf, die Botschaft weiterzutragen: in jede Stadt, in jeden Stadtteil, in alle Schulen und Universitäten, an alle Verbände, Kirchengemeinschaft, an alle Parlamentarier, an die Wirtschaft…
Und für Yasuní einen kleinen Beitrag zu leisten. Wir haben ausgerechnet, dass pro Einwohner Deutschlands 50 Cent reichen würden, um Yasuní zu retten. Das ist machbar! Spenden deshalb auch Sie mindestens 50 Cent für Yasuní.
Spendenkonto:
Unbedingt zu beachten: Verwendungszweck: Rettet Yasuni
Name: BUND Kreisgruppe Region Hannover e.V. 30161 Hannover
Kontonr.: 45766300
BLZ.: 25010030
Postbank Hannover

Bis 100 € gilt automatisch der Überweisungsträger als Spendenquittung für das Finanzamt. Da das Geld nur auf dem Konto des Vereins geparkt wird, werden keine Spendenbescheinigungen vom BUND für Spenden über 100 € ausgestellt, da es sich um einen durchlaufenden Posten handelt. Das Geld wird vor Ende 2011 auf das UNO-Treuhandfonds-Konto überwiesen, das von der UNDP für Yasuni eingerichtet wurde . Der Link dazu lautet:
http://mdtf.undp.org/yasuni/en

Schreiben Sie an unsere Bundestagsabgeordneten aller Parteien und an die Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich sowohl bei den internationalen Verhandlungen und mit Einzahlung auf den UNO-Fonds für den Erhalt Yasunís einzusetzen und an der Konferenz auf der Hauptversammlung teilzunehmen.
Bitte unterstützen Sie auch die Petition von Rettet den Regenwald dazu:
https://www.regenwald.org/mailalert/752/nationalpark-yasuni-in-ecuador-leben-statt-ol

Bildquelle: Flickr, Presidencia de la República del Ecuador